Gastro-Rassismus

Die Wahlergebnisse und etliche Politikersprüche in Italien lassen ja schon länger an vielem zweifeln – die neuste Idee aus einer netten kleinen Stadt in der Toskana lassen mich jedoch endgütlig nur noch den Kopf schütteln:

„Appetit auf Döner, Tandoori-Hühnchen oder Peking-Ente? Nicht in Lucca. Die Stadt in der Toskana hat die Eröffnung neuer ausländischer Restaurants in ihrer historischen Altstadt verboten und sich damit den Vorwurf des „Gastro-Rassismus“ eingehandelt.
Der vorige Woche von der konservativen Stadtverwaltung verhängte Bann zielt darauf, die einheimische Spezialitätenküche vor der Konkurrenz der zunehmend beliebten Ethno-Lokale zu schützen.“

Ich hätte ja die italienische Küche für konkurrenzfähig gehalten – werde das allerdings nun grad nicht testen, Protest muss sein.

Die Ansicht darüber, was „ausländisch“ ist, ist für Norditalien wohl auch mal wieder typisch:

„Ein französisches Lokal dürfte eröffnet werden, meinte Di Grazia. Bei sizilianischer Küche – zwar italienisch, aber oft von nahöstlichen Zutaten beeinflusst – war er sich nicht so sicher.“

Oh, bella Italia….

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