In eigener Sache

Nein, nix über blogkriege.

Nur ein freundlicher Hinweis darauf, dass ich ab morgen keinen Urlaub mehr habe und daher möglicherweise Kommentare längere Zeit nicht freischalten kann. Nicht, dass da jemand meint, ich hätt was gegen ihn. Ok?

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Recht und Gesetz

Morgen ist der Jahrestag von Oury Jallohs Tod. In Dessau wird es eine Demonstrtion geben – zu Recht sind viele empört über die Freisprüche. Selbst der Richter, der sie aussprechen musste, war mehr als unzufrieden.

Aber das deutsche Recht hat nun mal seine Tücken. Derzeit steht in Oldenburg ein Mann vor Gericht, der einen Holzklotz auf die Autobahn geworfen haben soll, wodurch eine Frau ums Leben kam. Je länger verhandelt wird, desto mehr schüttele ich den Kopf. Schlimm ist, dass man sich geweigert hat, dem Mann einen Dolmetscher zu genehmigen, obwohl er vermutlich kaum in der Lage ist, der Verhandlung wirklich zu folgen.

http://www.fairesverfahren.de/index.php/2008/11/05/anspruch-auf-einen-dolmetscher/

Auch ein zweiter Verteidiger wird nicht genehmigt, das Gericht scheint nur abzuarbeiten.

http://www.fairesverfahren.de/

Und das, obwohl die Beweislage mehr als dünn ist und das während einer Vernehmung abgelegte Geständnis eher fraglich. So fraglich, dass die Polizeibeamten inzwischen mit Rechtsbeistand in der Verhandlung erscheinen.

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,599811,00.html

Gisela Friedrichs Gerichtsreportage ist mal wieder lesenswert.

Der böse Nachbar

Erst, als ich den Artikel bis zum Ende gelesen hatte, erfuhr ich, wer der Autor war, denn ich war mal einfach einem link gefolgt. Im Reigen aller derer, die immer wieder darauf bestehn, dass ja die Hamas schuld ist, weil sie den Waffenstillstand aufgekündigt bzw. gebrochen haben, war die Lektüre ein wahres Labsal. Ich freue mich auf einen Kommentar des gleichen Autors, wenn er erfährt, dass Israel nicht nur Phosphorbomben, sondern auch uranhaltige Munition verwendet.

Ein Auszug aus dem Artikel:

Nennen wir der Einfachheit halber Sie und Ihre vom bösen Nachbarn so gemein terrorisierte Familie die Hausbesitzer und betrachten nun die merkwürdigen Verhältnisse im Wohnblock. Die Nachbarswohnung ist Gaza.

1) Sie haben vor drei Jahren dem Nachbarn die Schlüssel abgenommen

Ohne Ihre Zustimmung als Hausbesitzer darf die Nachbarsfamilie nicht aus ihrer Wohnung heraus, weder zum Arbeiten noch zum Studieren noch zum Verreisen noch zum Einkaufen. Ohne Ihre Zustimmung als Hausbesitzer bekommt der Nachbar keine Post, nichts zu essen, keinen Strom, kein Gas und keinen Besuch: Die Wohnung ist abgeschlossen, Sie als Hausbesitzer haben den Schlüssel, und der böse, böse Nachbar ist eingeschlossen. Und zwar seit 2006, seit fast drei Jahren.
Da bekam der böse, böse Nachbar eine Wut.

Der Fehler des bösen, bösen Nachbarn und seiner Freunde im anderen Wohnblock: Diese Leute haben die falsche Partei gewählt.

Dabei waren Sie doch so nett zu dem Nachbarn gewesen, dass Sie vor vier Jahren, 2005, freiwillig von seinem Balkon mit Seeblick ausgezogen waren, den Sie ihm mal früher abgenommen hatten. Allerdings eines Blickes oder Wortes gewürdigt hatten Sie diesen Typen bei Ihrem Auszug natürlich auch nicht. Und die Balkonmöbel haben Sie demoliert. Wo kommen wir denn da hin, wenn wir mit unseren Nachbarn reden würden?
Da bekam der böse, böse Nachbar eine Wut.

http://www.hintergrund.de/content/view/335/66/

So geht es Punkt für Punkt weiter. Aber klar, der Autor muss ein ganz fürchterlicher Mensch sein ^^

Israel….

scheint wieder Phosphor-Bomben zu benutzen. Ich hatte es gestern schon gelesen, aber die Quellen waren mir nicht zitierfähig genug. Heute morgen nun berichtet aber der SPIEGEL unter Bezug auf einen Artikel in der englischen TIMES.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,599555,00.html

Mir war bislang unbekannt, dass sie überhaupt noch erlaubt sind, aber zum Zweck, Rauchvorhänge zu legen, ist dem wohl so. Die „Kollateralschäden“ aber, wenn man diese in einem dicht besiedelten Gebiet tut, sind mehr als grausam. Wenn Israel darauf aus ist, möglichst viel Hass zu erzeugen, ist das eine sehr gute Methode.