Um die Kölner Moschee der DITIB hat es von Anfang an viel Streit gegeben. Ich fand immer, die DITIB hätte sich ziemlich viel Mühe gegeben, Öffentlichkeit herzustellen, die Stadt mit einzubeziehen, bis zu Punkten, wo ich dachte, muss das denn sein.

Denn – abstrahieren wir doch mal von der Tatsache, dass es sich um eine Moschee handelt. Tatsache ist, dass dort in Ehrenfeld ein Grundstück seit Jahren im Eigentum eines eingetragenen Vereins steht und dieser das daraufstehende Gebäude gemäß einer Erlaubnis für seine satzungsgemäßen Zwecke nutzte. Dieses Gebäude sollte nun abgerissen und ein neues, dem Zweck besser dienendes, errichtet werden. Ein völlig normaler Vorgang, dessen Berechtigung sich bereits aus der Eigentümerstellung ergibt.

Der Bauherr, als Verein eine Privatperson, ist weder verpflichtet, die Art des Baus über das baurechtlich gebotene hinaus von Dritten beeinflussen zu lassen, noch, seine inneren Angelegenheiten öffentlich zu machen. Die DITIB hat sich, auch mit dem Architekturwettbewerb, da schon sehr weit reinreden lassen. Anscheinend hat das den Eindruck erweckt, dass man sich dort daher verpflichtet habe, alles öffentlich zu bekakeln – und nun, nein, wie schlimm, änderte sich der DITIB-Vorstand und es geht ein entsetzter Aufschrei um. Haben die doch nicht gefragt, bevor der so bequeme Ali Dere abgelöst wurde. Wie brüskierend!

Ehrlich – nach der Pleite mit den „Vermisst“-Plakaten und der Teilnahme an der unsäglichen Sicherheitspartnerschaft hätten auch bei den anderen Verbänden Köpfe rollen müssen. Und auch das hätte keinen brüskieren dürfen, selbst wenn die dann nachrückenden Personen nicht so handzahm wären.

Hoffen wir, dass die DITIB sich in Zukunft etwas mehr Profil und Rückgrad leistet – könnte anderen Verbänden auch gut zu Gesicht stehen.

Eine Antwort

  1. Was hat die Reaktion der Verbände mit Beleidigtsein zu tun? Müssen die Muslime jetzt jede Hetze, jede Diskriminierung und jede Lüge wortlos schlucken? Dass man hier den Muslimen wieder vorwirft, beleidigt zu sein, zeugt von Ignoranz ihrerseits. Und übrigens: wie kann es sein, dass die NSU jahrelang morden konnte, und erst als eine Polizitin ermordet wird, geraten sie in Verdacht. Warum gab vor dieser Mordserie nicht keine Aufklärungsaktionen, so wie diese? Warum hat man z.B. in den Jahren, in denen diese Morde passiert sind, nie Plakate auf den Straßen gesehen, von jungen Männern in Springerstiefeln z.B., in bestimmten „gefährdeten“ Gebieten, mit der ungefähren Botschaft: passen Sie auf, vielleicht könnte der junge Mann in Springerstiefeln, der sich immer mehr zurückzieht, irgendwann ein Extremist werden, der Menschen tötet. Warum gab und gibt es solche Aktionen nicht? Die rechte Szene bzw. Menschen, die rechts zuzuordnen sind, hat/haben ermordet – wie viele Menschenleben hat denn die „islamistische Szene“ gefordert? Vor welchem Lager sollte man nun denn, angesichts der Tatsachen, mehr warnen?

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