Pakistan braucht Hilfe!

Im Gegensatz zum Erdbeben in Haiti oder seinerzeit zum Tsunami in Südostasien ist die Flutkathastrophe in Pakistan in den Medien nur eine Randnotiz, verschwindet fast neben anderen Meldungen. Und dennoch wird sie als verheerender eingeschätzt als der damalige Tsunami. Nur, während damals die Spenden reichlich flossen, wird es diesmal schwer werden, genügend Geld und Hilfe zu organisieren. Warum?

Es ist eine Erfahrungstatsache, dass am meisten gespendet wird, wenn das mediale Interesse groß ist. Das sah man gut bei Haiti. Warum ist das hier anders? In der ZEIT hat sich Karsten Polke-Majewski Gedanken dazu gemacht, durchaus nachvollziehbar.

Was mich schockiert, sind etliche Kommentare, die es ablehnen, einem muslimischen Land und gar einem, das als Brutstätte des fundamentalistischen Islam gilt, Geld zukommen zu lassen. Selbst wenn dies über die im Artikel genannten Organisationen geschieht, die alle nicht muslimisch sind. Warum die ZEIT es ablehnt, auch z.B. Muslim Aid oder Islamic Relief zu erwähnen, würde mich mal interessieren. Insbesondere Islamic Relief, deren Mitarbeiter seit Jahren in Pakistan tätig sind, sich gut auskennen und für die Koordination der Erdbebenhilfe 2005 ausgezeichnet haben.

Auf meiner Website sind beide verlinkt – möge Allah die Spender belohnen.

Update: Laut einer Meldung des SPON planen ARD und ZDF im Unterschied zum Erdbeben in Haiti KEINE Spendengala.

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