Halal in Deutschland – muss ich mich jetzt bei PI bedanken?

Es ist ja in Deutschland nicht immer einfach für Muslime, einzukaufen oder auch außer Haus zu essen, weil nicht überall Essen angeboten wird, das halal ist. Im Gegensatz zu den USA , wo eine entsprechende Kennzeichnung seit Jahren standard ist, steckt dies in D erst in den Kinderschuhen – sehr lange wurde Muslime als Kunden schlicht ignoriert. Hinzu kommt, dass tatsächlich Protestet kommen, wenn ein deutsches Geschäft Ware anbietet, die als halal gekennzeichnet ist. Einige Hersteller erklären, ihre Produkte seien zwar nach den Prinzipien von halal hergestellt, aber um den Absatz nicht zu gefährden, würden sie nicht gekennzeichnet.

Nun hat ausgerechnet PI eine Serie von Artikeln aufgelegt, wo Leser melden sollen, wo derart gekenntzeichnete Produkte verkauft werden. Natürlich um eben die genannten Proteteste zu fordern. Aber man kann das natürlich auch als Einkaufsführer für Muslime nutzen.

Gut, ich persönlich bin bei etlichen der angebotenen Artikel eher vorsichtig – nicht überall, wo halal draufsteht, ist auch halal drin. Wenn das Produkt allerdings von Muslimen angeboten wird, würde ich es kaufen – laut Hadith soll ich ihm nicht misstrauen, ist es nicht halal, ist es die Sünde des Verkäufers.

 

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Halal-Fastfood in Frankreich

Nun zähle ich mich ja eher zu den Menschen, die sehr gut auf Hamburger verzichten können. Insofern hat es mich nie gestört, dass die üblichen Fastfoodketten nicht halal sind und ich somit dort nicht esse. Aber es gibt doch eine ganze Menge wohl vor allem junger Menschen, die sich das wünschen.

In Frankreich nun hat eine Restaurantkette hier eine Marktlücke gesehen und nach einem Probelauf soll es 22 Halal-Burger-Läden geben, vor allem natürlich in Paris.

Um dem vorhersehbaren Protest entgegenzuwirken, meint man, auch noch eine nicht-halal-Variante anbieten zu müssen.

Ich bin ja mal gespannt, wie lange PI braucht, um einen Artikel dazu zu verfassen. Los gehts: 1, 2,….