Gleichheit? Aber doch nicht für Muslime!

Neben allen sonstigen Nettigkeiten, mit denen man sich als Muslim in Europa so herumärgern darf, hat sich nun jemand noch etwas besonders Nettes ausgedacht: Profiling für Fluggäste – und entsprechend differenzierte Kontrolle, vielleicht auch einfach mit getrennten Eingängen. So wie früher in den USA oder Südafrika für Weiße und Schwarze – war da nicht was? Nannte sich das nicht Rassismus? Aber nein, heißt es da, Muslime sind ja keine Rasse. Wie schön, dann brauchen wir uns ja mit dem Gleichheitsgrundsatz des GG nicht weiter zu befassen. Außerdem: das System stammt aus Israel, und dann muss es ja gut sein. Israel macht ja garantiert nichts Falsches, schon gar nicht etwas Rassistisches.

 

Sorry, Leute – mehr als übler Sarkasmus fällt mir dazu kaum ein. In den Kommentaren zu dem ZEIT-Artikel kommen etliche sehr vernünftige Kritiken – abgesehen von der rassistischen Komponente das Problem, nach welchen Kriterien denn vorgegangen werden soll – denn die von den deutschen Innenministern so gefürchteten Konvertiten werden damit ja am Ende gar nicht erfasst, und überhaupt, wo sollen denn die Daten alle herkommen, um vor Abflug so zu diskrimi… äh, differenzieren?

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