Versicherung als Islamexperten

Man ist ja einiges gewöhnt an selbsternannten Islam-Experten. Nunmehr sitzen die auch bei Versicherungen.

In diesem Fall wollte eine solche genau wissen, dass muslimische Männer NIE, NIEMALS Hausarbeite machen – es daher für den Verletzen nach einem Unfall auch keinen Haushaltsführungsschaden zu ersetzen gebe. Dies ungeachtet der Tatsache, dass die jüngere Ehefrau noch im Berufsleben steht und der Verletzte Rentner ist. Schnell wurde der Ehefrau noch mangelnde Sprachkenntnis angedichtet, der Altersunterschied als weitere Begründung genommen – fertig war die Ablehnung. Man weiß ja schließlich, was so alles im Koran steht.

Denke ich mir aus? Leider nicht. Es stand in einer Lokalzeitung – nein, nicht in der mit den großen Buchstaben.

Für Muslime ist das tatsächlich lächerlich und beleidigend. Alleine vom Vorbild unseres Propheten – dem Muslime ja folgen sollen – ist zu schließen, dass selbstverständlich der Mann auch Hausarbeit verrichten kann, verrichten soll.

Der berühmte Pascha, der sich alles nachtragen lässt – islamisches Vorbild ist er nicht. Und ich muss aus persönlicher Erfahrung sagen, viel seltener, als im Allgemeinen angenommen wird. Ich kenne tatsächlich viel mehr muslimische als nichtmuslimische Männer, die gut kochen (und es auch tun), wissen, was das Brot kostet, wie man Fenster putzt …

Gerade bei den früh eingewanderten, die lange alleine lebten, sind solche Kenntnisse eher weit verbreitet.  Die Unterstellung der Versicherung ist schon wirklich satireverdächtig.