Konsequenz missachteter Gesetze?

Bei der Diskussion über die angedrohte Verbrennung von Quran-Exemplaren merkte ich in einem Kommentar an, dass sich das ja auf den Mushaf, also einen echten, in arabisch verfassten Quran beziehe, nicht auf irgendwelche Übersetzungen.

Ob und wie viele der angeblich 200 Qurane, die Jones zu verbrennen ankündigte, tatsächlich Mushaf sind, weiß ich natürlich nicht.

Woran ich aber bei diesem Aspekt der bedauerlichen Debatte erinnert wurde, war die Tatsache, dass Jones seine Drohung nicht wahrmachen könnte, würden nicht allzu viele Muslime immer wieder gegen ein Gebot verstoßen: den Mushaf nicht in die Hände von Nichtmuslimen zu geben.  Dafür gibt es mindestens einen guten Grund: der Quran soll nur von denen berührt werden, die rituell rein sind, also die vorgeschriebenen Waschungen vollzogen haben. Davon – und das Wissen darum – kann man bei Nichtmuslimen nie ausgehen.

Als ich von dieser Regel zum ersten Mal hörte, war eine weitere Begründung, die mir genannt wurde: weil man nicht sicher sein könnte, was ein Nichtmuslim mit einem Mushaf anstellen könnte. Damals schien mir das vorurteilsbehaftet – ich blieb lieber bei der Auslegung, weil Nichtmuslime die korrekte Behandlung des Mushaf nicht nachvollziehen könnten.

Das wurde – und wird – von vielen heute nicht mehr eingehalten, auch Quran in Mushaf-Form sind überall erhältlich.

Und nun erneten wir die Konsequenzen unserer Verstöße – wir müssen sehen, wie wir den Quran verteidigen….

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