Sakrileg aus purem Hass

Eine „christliche“ Gemeinde in Florida ruft dazu auf, am 11. September soviele Korane wie möglich zu verbrennen. Durch einen Aufruf bei Facebook bekämen sie derzeit neue Exemplare zugeschickt und der Pastor, Terry Jones, sieht dies als Einladung zur Konversion.

Der 11.9. ist nicht nur der Jahrestag des WTC-Angriffs, sondern in diesem Jahr voraussichtlich auch der Eid-ul-Fitr, der Feiertag am Ende des Fastenmonats, eines der beiden höchsten Feste im Islam.

Das ist eine geplante Provokation, die mich fast sprachlos lässt. Die Moscheegemeinden in Florida sind ohnehin mit dieser Nachbarschaft gestraft: nicht nur, dass auf dem Gelände dieser sogenannt christlichen Vereinigung ein Schild prangt mit dem Slogan „Islam is of the Devil“, im Mai wurde die Moschee in Jacksonville Opfer eines Rohrbombenanschlags, der zwar keine Menschenleben forderte, was aber sicher nicht in der Absicht der Attentäter lag.

Ein Spiel mit dem Feuer, geboren aus blankem Hass.

Gierige Besatzungsmacht?

95 % von insgesamt 9,1 Mrd. Dollar, die von den USA aus irakischen Öleinnahmen angeblich für Wiederaufbaumaßnahmen kassiert wurden, sind ohne Beleg verschwunden.

Auch die Verwendung weiterer Gelder, die z.T. noch aus dem „Oil-for-food-Program“ aus Saddams Zeiten stammen, ist teilweise recht zweifelhaft.

Währenddessen beschweren sich die Iraki zu Recht über schlechte, nicht reparierte Infrastruktur – und nach außen wirkt das, als sei die neue Regierung unfähig. Zuständig für den Einsatz dieser Gelder aus dem ölreichen Irak ist aber das US-Verteidigungsministerium. Es wäre interessant, zu wissen, wo diese Mittel abgeblieben sind. Sollte es nur schlampige Buchhaltung sein, schlimm genug, bei solchen Summen. Solange dies jedoch unbelegt bleibt, ensteht der Eindruck, dass sich die USA hemmungslos an den irakischen Öleinnahmen bereichern.