USA: No-fly Liste exiliert Muslime

In den USA gibt es eine Liste von Personen, denen dadurch verboten wird, ein Flugzeug zu benutzen. Wer das Pech hat, seinen Namen dort zu finden, kann unversehens im Ausland festsitzen. Auf diese Weise werden nicht nur Besucher der USA oder dort dauerhaft Lebende ausgesperrt, sondern auch amerikanische Staatsbürger.

Es trifft auch Menschen, die sich in den USA aufhalten, aber ausreisen wollen oder im Land einen Flug antreten. Man wird vorher nicht darüber informiert, sondern bemerkt das dann beim Einchecken. Bisweilen gibt es dann das freundliche Angebot vom FBI, wenn man sich ohne Beachtung aller Rechte vernehmen lässt, diesen Eintrag zu löschen. Vielleicht. Alles, was man aussagt, kann gegen einen verwendet werden, eine Garantie, dass man durch die Aufgabe seiner Rechte wieder fligen darf, gibt es nicht.

Die ACLU klagt dagegen, bringt auch eine Liste mit Beispielen:

  • Ayman Latif, a U.S. citizen and disabled Marine veteran living in Egypt who has been barred from flying to the United States and, as a result, cannot take a required Veterans‘ Administration disability evaluation;
  • Raymond Earl Knaeble, a U.S. citizen and U.S. Army veteran who is stuck in Santa Marta, Colombia after being denied boarding on a flight to the United States;
  • Steven Washburn, a U.S. citizen and U.S. Air Force veteran who was prevented from flying from Europe to the United States or Mexico; he eventually flew to Brazil, from there to Peru, and from there to Mexico, where he was detained and finally escorted across the border by U.S. and Mexican officials;
  • Samir Mohamed Ahmed Mohamed, Abdullatif Muthanna, Nagib Ali Ghaleb and Saleh A. Omar, three American citizens and a lawful permanent resident of the United States who were prevented from flying home to the U.S. after visiting family members in Yemen;
  • Mohamed Sheikh Abdirahman Kariye, a U.S. citizen and resident of Portland, Oregon who was prevented from flying to visit his daughter who is in high school in Dubai;
  • Adama Bah, a citizen of Guinea who was granted political asylum in the United States, where she has lived since she was two, who was barred from flying from New York to Chicago for work; and
  • Halime Sat, a German citizen and lawful permanent resident of the United States who lives in California with her U.S.-citizen husband who was barred from flying from Long Beach, California to Oakland to attend a conference and has since had to cancel plane travel to participate in educational programs and her family reunion in Germany.

Inzwischen sollen tausende Menschen auf dieser Liste stehen – ohne dass es ein klares Rechtsmittel dagegen gäbe.

CAIR informiert und beteiligt sich ebenfalls an der Klage der ACLU.

Das einstige Land der Freiheit wird zunehmend zum Land der paranoiden Unfreiheit.

Burka – die Gehirnwäsche wird fortgesetzt

Der Focus schreibt mal wieder einen anti-Burka Artikel, nachdem eine Umfrage ergeben habe, dass in einigen europäischen Ländern die Bevölkerung mehrheitlich für ein Burka-Verbot sei, und zwar

in Frankreich 82 %

in Deutschland 71 %

in Spanien 60 %

in England 60%

Interessanterweise stammen die Zahlen von einem amerikanischen Research-Institut, das für Amerika nur eine Zustimmung von 28 % für ein solches Verbotsgesetz angibt. Sollten die Zahlen stimmen, sind sie ein guter Beweis dafür, wie weit die dauernde Gehirnwäsche bestimmter Medien und rechter Kreise die Bevölkerung schon beeinflusst hat.

Das mit einem solchen Gesetz massiv in Grundrechte der betroffenen Frauen eingegriffen wird, nur um den dies Gesetz fordernden einen ihnen unangenehmen Anblick zu ersparen, scheint völlig egal. Grundrechte für Muslime? Nee, nich?

Welcher Anblick muss dann als nächstes verboten werden? Und was wird den Muslimen als nächstes untersagt?