Ausstiegsförderung – oh, oh, Frau Schröder!

Schröders neueste Idee – Kristina, nicht Gerhard: Ausstiegskonzepte für Links- und islamische Extremisten. Nachdem die Dame nun statt als Hinterbänklerin die „Islamexpertin“ zu geben zur Familienministerin gekürt wurde, kommt sie auf die interessantesten Einfälle, um ihre Agenda durchzusetzen. Die teilweise guten Programme zum Ausstieg für Rechtsextrmisten werden dabei vermutlich finanziell gebeutelt, aber das gehört wohl auch zu ihrer Zielrichtung.

Laut einer Pressemitteilung soll eines der Programme für „islamische Extremisten“ von der Alevitischen Gemeinde mitgetragen werden – ein wahrer Hohn, wenn man bedenkt, dass Aleviten wegen ihrer Ablehnung der fünf Säulen keine Muslime sind. Auch sonst sind die hier skizzierten Konzepte mehr als fragwürdig.

Vor allem: sie unterstellt damit, dass solche Aktionen überhaupt erforderlich sind. Das schon würde ich bestreiten. Bei den entsprechenden Angeboten an Rechtsextreme liegt der Idee ja zugrunde, dass etliche der rechtsextremen Vereinigungen Aussteigende verfolgen. Davon kann bei Linksextremisten nicht die Rede sein, und auch bei den hier wohl gemeinten muslimischen Zielgruppen ist das nicht der Fall.

Bei den muslimischen Jugendlichen sollen offensichtlich vor allem Angebote gemacht werden, die diese aus den Moscheen fernhalten – und islamischer Extremist ist ja schon, wer das fünfmalige Beten für Pflicht erklärt.

Schöne Aussichten – na ja, was anderes hatte ich von der Dame auch nicht erwartet.