Ein Schiff für Gaza 29. Mai

Soeben erreicht mich ein Tweet, dass noch Schiffe in Zypern festsitzen, man also noch nicht weiter Richtung Gaza fährt. Auch die „Rachel Corrie“ hat wohl noch nicht zu den anderen Schiffen aufschließen können.

Ich stelle mir vor, wie die Mitfahrenden auf der Flotte warten….

Bei Twitter kann man die PR-Kampagne der Israelis gut beobachten. Hilft aber wohl nicht viel, die Artikel, die langsam überall erscheinen, sind deutlich.

Zwei links, die ich besonders lesenswert fand:

http://www.commondreams.org/view/2010/05/28-0

http://counterpunch.org/leas05282010.html

Convoy to Gaza listet auf, welche Ladung die „Mavi Marmara“ führt und wer so mitfährt. Besonders interessant:

In addition there is a previous Archbishop of Jerusalem named Archbishop Ilarion Kaputce who was imprisoned in 1974 in Israel convicted of assisting Palestinan resistance and he currently lives in exile in the Vatican. He was given a 12 year sentence in 1974 but was released to Rome after the Pope’s intervention on condition he never returned to Palestine.

Dieser Blogger scheint an Bord der „Mavi Marmara“ zu sein, ebenso wie der Journalist Al-Lawati von den gulfnews, dessen tweets ich folge.

Sollte sich im Laufe des Nachmittags noch wesentliches tun, werde ich diesen Beitrag hier updaten.

Update:

Noch sind nicht alles Schiffe da, zwei sind beschädigt – ob das Zufall ist, wird sich wohl erst später herausstellen. Es scheinen aber eher kleinere Passagierboote zu sein, nicht die Frachtschiffe.

Was mir so en passant auffällt: es gibt Schiffe von Griechenland und der Türkei. Manchmal geht es wohl doch gemeinsam, auch wenn es wegen Zypern grad wieder Irritationen gibt.

Die deutsche Presse schreibt einzelne Artikel – sehr zurückhaltend, die WELT absolut dagegen. Lesenswert der Artikel im österreichischen Standard und vor allem der bei Heise:

Wer jemals einen Blick in die zahlreichen Veröffentlichungen der Ha’aretz-Korrespondentin [extern] Amira Hass geworfen hat, erkennt sehr bald, welche eklatanten Wahrnehmungslücken die offizielle Darstellung der israelischen Regierung bestimmt. Der „Wirtschaftsboykott“, den Israel gegen den Gazastreifen verhängt hat, um der Hamas, die Israels Existenzrecht nicht anerkennt, die Existenz so schwer wie möglich zu machen, geht auf Kosten der Bevölkerung. Sie gehört zu den ärmsten der Welt, mit miserablen Lebensbedingungen – gesundheitsgefährdendes Trinkwasser, außerordentlich hohe Kindersterblichkeit, es fehlen Krankenhäuser, Schulen (mehr als die Hälfte der Bewohner sind minderjährig), Arbeitsplätze, Baumaterial, alles, was im Nachbarland selbstverständlich ist.

Wie bedürftig die Situation der Palästinenser im Gazastreifen jenseits der offiziellen israelischen Berichte aussieht, darüber gibt nicht nur Allegra Pacheco, eine amerikanische Anwältin jüdischer Herkunft, die sich für die Free-Gaza-Flotte engagiert, in unmissverständlichen Schilderungen [extern] Auskunft, sondern auch [extern] Lageberichte von Organisationen, die mit der UN zusammenarbeiten. Die [extern] Einschätzung von Filippo Grandi, dem Commissioner-General der UN-Behörde für palästinensische Flüchtlinge, [extern] UNRWA steht diametral dem entgegen, was weiter oben zitiert wurde:



Sehr oft fragen mich Journalisten, ob ich die Krise in Gaza als humanitär definiere und gebe darauf diese Antwort: Sie geht weit über „humanitär“ hinaus. Es ist viel schwerwiegender. Auf eine humanitäre Krise kann man mit Medikamenten und Nahrung reagieren; dies hier ist gravierender. Es ist vor allem eine wirtschaftliche Krise – die Bevölkerung ist sehr arm. Es ist eine Krise der Institutionen und eine Krise der Infrastruktur. Es braucht Jahre, um das in Ordnung zu bringen.

Immer noch nicht raus, wann es genau losgeht. Es wird spannend….

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