Schuldvorwurf: Araber

Heute las ich in der Haaretz einen Artikel von Gideon Levy, den ich jedem ans Herz legen möchte, im Ganzen zu lesen. Ein paar Ausschnitte setze ich hier als Zitat ein:

The truth is, more than anything, we would like them to disappear, though not their hummus restaurants. A second choice would be to have them all crowd into their cities and villages – not to say their ghettos. There they’ll soon be standing on top of each other, some unemployed through no fault of their own, outcast and discriminated against. They’ll raise the Israeli flag, preferably two, and sing about the Jewish soul yearning from the national anthem – anything less would be considered a transgression.

Let them take Foreign Minister Avigdor Lieberman’s loyalty test. Let them obey the Citizenship Law and not marry members of their people from the occupied territories. Let them obey the so-called Nakba Law and not dare mention the events of 1948, even in a whisper, ever. Let them not dare buy an apartment in Upper Nazareth or Carmiel, which were built on their lands, and let them not try to rent an apartment in Tel Aviv. Let them not even think of enjoying themselves at our clubs, though there’s no chance the security guards would let them in. Let them adopt an Israeli accent, preferably Ashkenazi, so security guards at Ben-Gurion International Airport won’t stop them. Let them continue to arrive at the airport, and without complaining please, four hours before their flight because they are Arabs.

Let their poets continue to need the Supreme Court to accept Arab literary prizes. Let them have fewer children because they are „multiplying too much“ and turning into a „demographic problem.“ Let them not speak too loudly around Jews because we don’t like hearing Arabic. And of course, let them not dare meet with „foreign agents,“ almost all of whom are citizens of neighboring countries.

If indeed the „minorities“ or „Arab Israelis“ – we also forced these titles on them, why should we call them Palestinians? – meet all these impossible conditions, maybe we will accept them somehow. Then we will continue to gobble up pita and hummus, coffee and baklava on the house, and let them build our homes – on condition that they don’t listen to Arabic radio while working.

Ich las diesen bissigen Text mit doppelter Betroffenheit. Die Situation der Palästinenser in Israel ist schlecht und wird deutlich schlechter, aber im Geiste schrieb ich diese Zeilen um:

In Wahrheit wäre es uns am Liebsten, wenn sie alle verschwinden würden, aber nicht ihre Dönergeschäfte. Oder, sollen sie doch in ihren Stadtvierteln zusammengepresst leben, an Feiertagen die deutsche Fahne hissen und das Deutschlandlied singen – alles andere wäre eine Straftat. Sollen sie dort aus Ausgestoßene leben, arbeitslos, diskriminiert.

Lass sie Tests machen zur Erlangung der Aufenthaltserlaubnis, der Einbürgerung, des Familiennachzugs. Auch eingebürgert wird bei ihnen der Zuzug des Ehegatten anders geprüft, ihre Pässe ständig kontrolliert, heißen sie im Volksmund „Passdeutsche“. Es wird nicht reichen, dass sie sich an alle Gesetze halten, sie müssen auch ständig nachweisen, dass sie sich der deutschen „Leitkultur“ unterwerfen – auch wenn niemand so genau weiß, was das sein soll. Aber all das, beste Sprachkenntnisse und Studienabschlüsse bedeuten natürlich nicht, dass so jemand dann Anspruch darauf hätte, nicht ständig unter Generalverdacht gestellt oder schikanös kontrolliert zu werden, oder gar ein öffentliches Amt bekleiden zu dürfen, ohne mit Hass überzogen zu werden.

Ich könnte weiter schreiben, aber ich denke, das reicht.

 

 

3 Antworten

  1. ..du hast Recht! Was die armen Ausländer hier in Deutschland alles erdulden müssen passt wirklich auf keine Kuhhaut.
    Ohne sich bücken zu müssen kriegen sie den deutschen Pass und jede Menge Cash zwischen die Backen geschoben. Und das noch ehe sie das erste Auto geklaut, die erste Frau vergewaltigt oder den ersten Mord begangen haben. Ständig, quasi minütlich, werden sie kontrolliert von Polizisten die vor ihnen auf allen Vieren herumrutschen und denen diese intelligenten, bestens ausgebildeten, ethisch und moralisch herrausragenden Ausländern erstmal richtiges Deutsch beibringen müssen.
    Auch ich suche schon lange die Nähe zu einem dieser liebenswürdigen, freundlichen Mitmenschen, auf das er mir den tieferen Sinn z. B. der Schriften Goethes genauer erläutert.
    Wer könnte das besser als ein frisch aus dem Ziegenstall gekrochener Mullah, der gerade seine Alte verprügelt, seine Tochter gevögelt und seinen Sohn zum klauen losgeschickt hat?

    Findest du nicht viel Wahrheit in dem was ich schreibe?
    Siehst du, ich in deinem Text auch nicht!
    Das liegt evenduell daran, daß jeder seine eigenen Ansichten und Wahrheiten hat. Oder etwa nicht?

    Zum Beispiel solche Sachen wie: „Deutsches Hure gute Ficken!“ oder „Ihr sind alle tot, wenn diese Land wir besitzen!“

    Kann man in Netz finden. Jede Menge davon.
    Kannst ja mal recherchieren und dann nochmal einen Artikel über „sich an alle Gesetze haltende Ausländer mit besten Deutschkenntnissen“ schreiben.
    Wenn ich mich so im Ausland als Gast oder Tourist benehmen würde, hätte man mich sicher schon lange achtkantig rausgeworfen.

    So nun darfst du weiter jammern!

  2. Das ist so einer der Kommentare, die ich als abschreckendes Beispiel freischalte. Eine bessere Demonstration kann man mir gar nicht liefern, danke sehr.

  3. Tja nur gut, dass kein Deutscher klaut, auf Staatskosten lebt, vergewaltigt unter anderem auch Kinder, Sich an Kinderpornos ergötzt und auch mordet.
    Dies kannst Du in jeder Nation finden!

    Übrigens ich lebe als Deutsche in einem moslemischen Land und hier führen sich einige Touristen sehr derb auf, aber keiner greift sie an

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