Wie weit denn noch?

Laut deutschem Grundgesetz haben Eltern das Recht, ihre Kinder zu erziehen. Das gilt im Rahmen der sonstigen deutschen Gesetze. Nicht verpflichtet sind sie, ihre Kinder nach irgendwelchen modeabhängigen Ideen zu formen. Eingriffe sind da eigentlich nicht erlaubt.

Eigentlich – muslimische Eltern wissen schon lange, dass das für sie nicht gilt. Ihre Erziehungsvorstellungen und -ziele werden seit Jahren in den Schulen mehr oder weniger deutlich unterlaufen. Sei es, dass direkt gesagt wird, dass das, was zu Hause gesagt wird, Quatsch sei, sei es, dass den Kindern Verbotenes erlaubt wird, mit einem Augenzwinkern, muss ja Mama oder Papa nicht wissen. Bis dahin, wo ein Lehrer angibt, er habe muslimischen Jugendlichen angeboten, sich doch mit Freund oder Freundin in der Schule zu treffen – er decke das.

Neuerdings werden sogar säkulare muslimische Jugendliche in Schulen geschickt, um Kinder weiter zu beeinflussen und gegen die Wertvorstellungen ihrer Eltern zu erziehen. Der Spiegel fand das Projekt ganz toll. Ich nicht.

Erfreulicherweise stellt da auch ein Nichtmuslim da eine gute Frage:

Was würde wohl passieren, wenn man mit staatlicher Rückendeckung jüdische Atheisten zu jungen, strenggläubigen Juden schicken würde, um ihnen beizubringen, dass die Gebote des Talmud einfach nicht mehr zeitgemäß sind, und dass Schläfenlocken bescheuert aussehen? Würde man in einer katholischen Schule hinnehmen, dass ein Psychologe aufkreuzt und erklärt, auch Jesus habe zur Fastenzeit besonders gern Schweineschnitzel gegessen?

Eben. Danke, Herr Martenstein.

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