Israels schmutzige Methoden – was sagt Frau Merkel?

Israel schlägt in jeder Weise wild um sich. Diskriminierung, Verleumdung, wohl auch Mord.

Im Einzelnen:

Diskriminierung, mal wieder vom stellvertretenden Außenminister Ayalon:

„Arab Israelis say they are proud of being Palestinians. So they have nothing to lose if they decide to go and live within a Palestinian state.“

Diese Sorte Spruch hört man ja auch gerne von rechtslastigen europäischen Parteien, wenn es darum geht, unliebsame Muslime loszuwerden. Auch ein arabischer MP der Knesset bemerkte dies.

Verleumdung: Uri Avnery nennt das Vorgehen eine Stinkbombe mit Explosionsgefahr. Weil Abbas nicht tut, was die Israelis wollen, wurde eine Welle an üblen Beschuldigungen und Berichten über angebliche Skandale losgetreten:

Seit Monaten hat Abbas den Ministerpräsidenten geärgert. Er weigerte sich, mit ihm „Friedensverhandlungen“ zu beginnen, während sich die Siedlungen in der Westbank und in Ostjerusalem kontinuierlich ausdehnen.

Nun hat sich Netanyahu entschlossen, Abbas eine Lektion zu erteilen. Seit drei Tagen strahlt Tag für Tag Kanal 10 (Israels zweitgrößte Fernsehstation) in einem Programm nach dem anderen schockierende „Enthüllungen“ aus über finanzielle und sexuelle Skandale von der Spitze der palästinensischen Behörde.

Die „Enthüllungen“ können die Existenz der Behörde und der Fatah gefährden.

So etwas wäre nicht ausgestrahlt worden, wenn der israelische Sicherheitsdienst (Shin Bet oder Shabak) dagegen gewesen wäre. Man muss annehmen, dass er tief mit darin steckt.

Das Material dient natürlich der israelischen Besatzung. Es bedient all jene mit Munition, die zeigen wollen, „wir haben keinen Partner für Frieden“. Es hilft den Siedlern und den Kriegstreibern.

 Aus diesem Grund müssen wir uns damit befassen, so widerlich es auch ist. Diese Stinkbombe ist ein Sprengkörper.

Avnery erklärt recht gut, was dort stinkt, und es passt in den Kontext. Israel, oder zumindest die derzeitige Regierung, will nicht verhandeln, bzw. nur zu ihren Bedingungen. Wenn es stimmt, was die englische TIMES schreibt, schreckt man nicht einmal davor zurück, gegnerische Führungskräfte umzubringen – vielleicht in der Hoffung, dass schwächere oder ängstlichere nachrücken:

Israel is waging a covert assassination campaign across the Middle East in an effort to stop its key enemies co-ordinating their activities.

Der Artikel, höchst moderat, wie bei der Quelle nicht anders zu erwarten, beschreibt eine Reihe von Anschlägen, die auf das Konto der Israelis gehen sollen.

Da frage ich mich, wo das hinführen soll. Ich frage mich aber auch, ob die deutsche Regierung, die so fest hinter Isreal steht, auch hierzu dauerhaft schweigen will.