Muslime, sagt NEIN!

Der neue Innenminister will die Islamkonferenz weiterführen. Ich bin ebenso dagegen, wie ich es war, als Schäuble die erste zusammenrief.

Warum? Verschiedene Gründe.

Die Zusammensetzung ist willkürlich – abgesehen von den islamischen Dachverbänden frage ich mich, was der Rest denn da soll. Die Türkische Gemeinde in Deutschland, trotz ihres Namens ein nationaler Säkularverband, gehört in die Integrationskonferenz (wenn man die denn haben will und muss), aber ist kein Vertreter von Muslimen. Das gilt auch für die diversen Einzelpersonen, die das Innenministerium nach eigenem Geschmack den Vertretern der Muslime vor die Nase setzte – inklusive solcher Unsäglichkeiten wie Ates und Kelek.

Angeblich ist Deutschland doch eine Demokratie – was also soll diese autokratische Bestimmung über eine Bevölkerungsgruppe? Schon aus diesem Grund hätten die Verbände meiner Meinung nach von Anfang an die Teilnahme besser verweigert. Wer jetzt moniert, dass sich nicht alle Muslime von den Verbänden vertreten fühlen, sorry: fühlen sich denn alle Christen von den Kirchen vertreten? Und erlaubt sich deshalb die Regierung, z.B. Deschner oder Heinemann gleichberechtigt mit ihnen an einen Tisch zu setzen und deren Ausführungen oft mehr Gehör zu schenken? Ja, das ist wirklich eine lächerliche Vorstellung.

Und auch wenn jetzt möglicherweise uns wenigstens die beiden genannten „Damen“ bei der Neuauflage der Konferenz erspart bleiben, bin ich trotzdem dagegen. Denn diese sogenannte Konferenz hat von staatlicher Seite aus EIN Ziel, dem auch andere Maßnahmen dienen sollen: die Anpassung des Islam, seine „Zähmung“. Die Muslime sollen sich dem deutschen Staat unterwerfen. Der deutsche Staat will bestimmen, welche Teile des Islam für ihn akzeptabel sind, welche nicht – das würde sich keine der Kirchen je gefallen lassen. Auch keine Freikirche, im Übrigen.

Diesem Ziel entsprechend will man jetzt auch die Imam- und Lehrerausbildung nach staatlichen Vorstellungen in die Hand nehmen – mit einem Umfang an Einfluss, der dazu führt, dass in Zukunft der Staat bestimmen darf, was Inhalt unseres Din ist. Und somit auch, was in Moscheen gepredigt, im irgendwann gnädigerweise gestatteten Schulunterricht gelehrt werden darf.

Das ist nicht nur grundgesetzwidrig, sondern vor allem auch widerspricht es dem Islam.

Muslime, sagt NEIN!