Hilfe für Haiti – und ihre Rückseite

Haitis Menschen brauchen Hilfe, dringend. Aber wenn ich dann höre, welche Summen die USA vollmundig ankündigt, wie neben Clinton auch noch Bush von Obama als Beauftragte vor die Kamera gestellt werden, dann wird mir doch ganz anders. In welcher Form wird denn die Hilfe aus den USA kommen? Wieder als Soldaten? Zu viele Jahre haben die Amerikaner dort mitgemischt, als dass man ihnen nicht ein gutteil Verantwortung auch für die völlig desolate Lage der Insel bereits vor dem Erdbeben geben müsste. Gerade was den Putsch gegen Aristide angeht, sind noch viele Fragen offen.

Statt aber die Zeit seit dessen Absetzung für Maßnahmen zur Verbesserung der allgemeinen Situation zu nutzen, hat man das Putschregime gestützt, „Ruhe und Ordnung wiederhergestellt“ (inklusive 8000 Toten, die auf das Konto der Putschisten gehen, mit eventuell freundlicher Unterstützung durch CIA-ausgebildete Milizen).

Armes Haiti, das jetzt wieder diesen Leuten dankbar sein muss.

Mit Dank an Hintergrund.

Eine Antwort

  1. Wenn ehemalige Presidenten als „Öffentlichkeitsarbeiter“ für das Pentagon rekrutiert weden um große Summen für „Hilfsaktionen“ ankündigen stellt das Statedepartment in der Regel die finanziellen Mittel bereit. In Kashmir 2005 hatte das Pentagon z.B. für einen Hubschraubertransport 10.000 USD in Rechnung gestellt was einer indirekten Aufstockung des Verteidigungsbudget gleichkommt. Konkret gesagt: der „Enron-Virus“ hat das US-Außenministerium befallen.

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