Jemen – Update

Das angebliche Attentat auf den Flug nach Detroit im Zusammenhang mit den verstärkten Angriffen auf den Jemen wird immer undurchsichtiger. Ich finde es vor allem auch skandalös, dass jede Menge interessanter Dinge zwar auf blogs und in Internet-Zeitungen zu lesen sind, sich aber in der allgemeinen Presse und den Medien nichts davon findet.

Gestern brachte THE PALESTINE TELEGRAPH eine langen Artikel über Obamas Kriege, auch über diesen neusten. Unbedingt lesen, die Zusammenfassungen sind in dieser Form erschreckend.

Nur ein kurzes Zitat:

The New York Times calls Yemen one of the world’s oldest civilizations and poorest Middle East country (ignoring Occupied Palestine), „as well as a haven for Islamic jihadists:“ to wit, the ubiquitous Al Qaeda, a 1980s CIA creation always trotted out whenever „war on terror“ efforts need stoking and a convenient enemy to be blamed.

According to The Times:

„Yemen gained new attention in 2009 from American military officials, who are concerned about Al Qaeda’s efforts to set up a regional base there.“

In December, US officials claimed Umar Farouk Abdulmutallab, a Nigerian citizen, traveled to Yemen, was trained by Al Qaeda, obtained explosive chemicals (PETN), and tried using them to blow up an Amsterdam-Detroit-bound airliner on Christmas Day.

According to Webster Tarpley in a December 29 Russia Today interview, Abdulmutallab is a CIA „protected patsy (for the) provocation designed to facilitate US meddling in (Yemen’s) civil war (pitting) the Saudi-backed central government against the Iranian-backed Shiite Houthi rebels,“ being bombed by US and Saudi air strikes.

He was denied a UK entrance visa, wasn’t on a No Fly List, paid cash for a one-way ticket to Detroit, checked no luggage, had a US visa but no passport, and was helped on board by a „well-dressed Indian“ to facilitate what appears to be a Washington false flag plot using Abdulmutallab as a convenient dupe.

The Wayne Madsen Report adds more calling the airliner incident a false flag operation „carried out by (the) intelligence tripartite grouping of CIA, Mossad, and India’s Research and Analysis Wing (RAW).“ Earlier they „worked together along with former Afghan KHAD intelligence agents to assassinate former Pakistani Prime Minister Benazir Bhutto….to destabilize Pakistan“ for planned balkanization, the same scheme planned for Afghanistan.

Madsen added that Abdulmutallab’s PETN „was weak (exploding like a fire cracker), technically deficient (and failed to go off properly).“

What’s at stake? At most, Yemen has four billion proved barrels of oil reserves and modest amounts of natural gas, hardly a reason for war. More important is its strategic location near the Horn of Africa on Saudi Arabia’s southern border, the Red Sea, its Bab el- Mandeb strait (a key chokepoint separating Yemen from Eritrea through which three million barrels of oil pass daily), and the Gulf of Aden connection to the Indian Ocean.

Hinzu kommt dann eine weitere Merkwürdigkeit, die ein deutschsprachiger blogger ins Netz stellte, nämlich die Verbindungen der Security-Firma ICTS mit verschiedenen Flughäfen, verschiedenen Attentatsschauplätzen und – auch mit dem Vater des angeblichen Attentäters von Detroit:

Interessant ist auch, daß der Vater des Bombers ein ziemlich großes Rad im Kriegswaffen Business in Nigeria dreht und außerdem permanenten Kontakt mit dem Mossad hatte, was die Ausbildung der Security Kräfte der Regierung betrifft.

http://allafrica.com/stories/200809050478.html

Und wer gibt auf seiner Webseite damit an in Nigeria Sicherheitsausbildung für Securitys der Regierung zu machen?
Richtig, ICTS.

Bloggen ist schon deshalb lehrreich, weil man beim Recherchieren Dinge findet, die man sonst nie lesen würde ….

Nachtrag:

Und auch die Deutschen und die Briten sind mal wieder beteiligt – an einem Vernichtungsfeldzug:

Der Telegraph deckte gestern auf, dass im Jemen seit eniger Zeit auch schon britische Special Forces, die international wegen ihrer schon öfter mal aufgeflogenen Strategie von Terror unter falscher Flagge besonders verrufen sind, aktiv sind. German Foreign Policy erklärt heute, dass nicht nur die deutsche Marine vor der Küste, sondern deutsche Soldaten auch direkt im Jemen aktiv sind.

Hinzu kommen die bereits bekannten Teilnehmer am Krieg zur – wie der jemenitische Langzeitpräsident Saleh sich ausdrückt – “Ausrottung der Houthis“: die jemenitische Regierung mit Truppen aller Art, Artillerie und Panzern, Bombern und Kampfhubschraubern, Saudi-Arabien mit Artillerie und Kampfbombern, Marokko und Jordanien jeweils mit Special Forces und die USA mit Special Operations Forces, Spezialisten der CIA, Cruise Missiles, der Marine zur Blockade der Seewege sowie Drohnen und Bombern.

Aber all das vollzieht sich leise und ohne Gegenwehr – der böse, böse, islamische Terrorismus muss ja bekämpft werden.

2 Antworten

  1. Danke – aber gegenüber den Artikeln, die ich selbst hier verlinkt habe, ist das nicht besonders viel. Ich werde das mal weiter beobachten.

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