Ausländerfeindlichkeit in der Schweiz

Nein, nicht gegen Muslime oder Minarette – gegen Deutsche, vor allem gegen Akademiker. Die sind so böse und nehmen den armen Schweizern die Stellen weg und wenn sie eine Stelle haben, vergeben sie weitere Arbeitsplätze an andere Deutsche – da muss ja die SVP einschreiten!

Ich musste wirklich lachen beim Lesen dieses Artikels!

Nachtrag: Ich weiß wirklich nicht, nach welchen Gesichtspunkten beim SPON zu diversen Artikeln Foren eingerichtet werden. Meist gibt es da die zu erwartenden Diskussionen. Aber im thread zu diesem Artikel fand ich eine wirklich bemerkenswerte Aussage, die ich dann auch hier einfügen will:

 Gestern, 22:21

 

   #11 

 

 Westfalia Neuer Benutzer

 Registriert seit: 20.05.2006

Beiträge: 2
 

 Standard das freie Europa verkennt die Bedrohung durch die SVP


dies schreibt ein Konservativer der in der CH lebt :

wer offenen Auges durch CH und Zürich geht und den Menschen zuhört, erkennt klar die Gefahr welche die SVP für die Länder des freien Europa bedeutet : im Kleide einer bürgerlichen Volkspartei greift sie immer wieder Probleme auf, welche den CH-Bürgern unter den Nägeln brennen, und klagt Minderheiten in der CH als deren Verursacher an :
– sie verängstigt und spricht die niedrigsten Instinkte der Wähler an, dies immer unter dem Schein der Bürgernähe
– sie vergiftet speziell die Jugend in CH in einem subtilen Masse, sodass es die Jungen und Kinder als wahr und nur gerecht empfinden, Deutsche verbal und emotional zu attakieren („…von Deutschen halte dich fern…“, ..“Deutsche sind Dreck…“ etc)
– die Farben ihrer Plakate in ihren Hetzkampagnen sind rot-weiss-scharz, so wie wir es von den Nazis kennen
– die SVP ist klar eine rechtsradikale Organisation, sieh achtet nur höllisch darauf dass es nicht schriftlich und visuell nachweisbar ist, aber sie vergiftet die Menschen
– CH Finanzwelt sind ihre Financiers, Bauernvereine und bürgerliche-konservative ihr Fundament, aber ihre hintergründige INTENTION un WIRKUNG ist RECHTSRADIKAL

VORSICHT vor der SVP, sie vergiftet die CH und dann die Nachbarn. SVP muss von uns Europäern GEÄCHTET werden.

7 Antworten

  1. Ich versteh den Artikel nur begrenzt.
    Wer sich dort nicht angenommen fühlt, muß ja nicht hingehen.,
    Dann sich selbst prüfen, ob man sich entsprechend verhält und sich nicht als Zugewanderter aufspielt. Das mögen die Schweizer gar nicht.
    Es steht jedem frei, wo er leben will. Wenn ihm die Schweiz nicht gefällt, was hindert ihn daran, in Deutschland zu bleiben.
    man muß sich eben da anpassen, wohin man einwandert.

  2. Ein paar Argumente dagegen, Melanie:

    1. Wenn man Teil einer globalisierten Welt lebt (und davon auch kräftig profitiert), sollte man nicht glauben, dass es keinen globalisierten Arbeitsmarkt geben dürfe … und ein globalisierter Arbeitsmarkt bedeutet nun halt mal, dass Leute aus anderen Ländern einwandern. Im Fußball genauso wie auf dem Bau oder beim Gemüseverkauf oder in der Uni.

    2. Unsere Länder BRAUCHEN Einwanderung. Wir überaltern nämlich. Wir brauchen junge Leute, die zu uns kommen wollen.

    3. Die Einwanderer PASSEN SICH AN. Ich finde es, anders als Melanie, phänomenal, mit welcher Bereitschaft und welchem Erfolg sich die Einwanderer unseren europäischen Kulturen annähern. Dass ich das so sehe, liegt vielleicht daran, dass ich mir denke: So ein Anpassungsprozess nimmt doch normalerweise mehrere Generationen in Anspruch. Da sollte man nicht ungeduldig sein. Die werden gute Schweizer und Deutsche. Blond wird dann zwar seltener, das Angebot an Nahrungsmitteln wird dafür vielfältiger, und sonst?

    4. Mir gefällt es eigentlich ganz gut, wenn die Einwanderer einiges von ihrer eigenen Kultur bewahren – also wenn nicht alles im Anpassungsprozess verloren geht. Es macht mich gar nicht froh, wenn ich junge Türken sehe, die so gut wie alle Untugenden junger Deutscher übernehmen.

    5. Zurück zum Ausgangspunkt: Wenn in einer Region dieser globalisierten Welt Armut und Mangel an Arbeits- und Verdienstmöglichkeiten bestehen, dann ist es rational, in eine Region auszuwandern, in der die Möglichkeiten des materiellen Lebens besser sind. – Freilich berücksichtigen manche Einwanderer dabei zu wenig, welche psychischen oder generell nicht-materiellen Kosten damit verbunden sein können.

    In dieser Hinsicht möchte ich Melanie doch ein wenig zustimmen: Wenn es ein Einwanderer absolut nicht ertragen kann, dass Frauen Befehle geben und öffentlich nackte Haut zeigen oder dass Töchter vorehelich Männerkontakte pflegen, dann sind wohl Länder wie die Schweiz oder Deutschland nicht ganz die richtige Wahl.

  3. Ähm – in dem Artikel ging es ja um einwandernde DEUTSCHE – insofern ist Melanies Statement für mich mehr als unverständlich. Zudem wurde in dem von mir zitierten Artikel erwähnt, dass die Stellen vor allem deshalb mit Deutschen besetzt werden, weil es keine Schweizer mit vergleichbarer Qualifikation GIBT. Insofern ist es ein Schweizer Problem, wenn sich die eigenen Bürger nicht genügend um ihre Ausbildung kümmern.

  4. Stimmt alles, Alien. Melanie schreibt ja über Deutsche. Meine Argumente hätt ich jemand anders präsentieren sollen …

    Apropos Deutsche in der Schweiz: Wie passt man sich als Deutscher den Deutschschweizern an? Wie macht man das als Deutscher in der Schweiz falsch: Indem man sich aufspielt – und so tut, als ob man an einer Schweizer Uni den Professor spielen könnte, obwohl man gar kein Schwiezerdüütsch kann?

    Ich hab mal von einem Schweizer gehört, die Schweizer hätten einen Sprachminderwertigkeitskomplex: Weil sie fast überall nur ihren Dialekt sprechen, hätten sie gewisse Probleme, wenn sie sich dann mal richtig auf Hochdeutsch ausdrücken müssten, und da würden sie sich dann den von Haus aus Hochdeutsch sprechenden Bundesdeutschen unterlegen fühlen.

  5. Kann InitiativGruppe nur zustimmen. In der Schweiz wird nur in der Schule Hochdeutsch gesprochen. Im Alltag braucht man es nur zum lesen und schreiben. Wenn man nun mal nur die obligatorischen neun Jahre absolviert hat und danach sich bei der Arbeit fast aussschliesslich in Mundart verständigt, dann ist es den meisten nicht angenehm in einer „Fremdsprache“ sprechen zu müssen. Viele Schweizer denken sich dann: „Ich bin in der Schweiz und muss wegen einem Deutschen der kein Schwiizerdütsch* versteht -und sich auch kaum bemüht den Mundart zu verstehen oder gar zu lernen- eine Fremsprache sprechen“. Dass man es weniger gut kann als der Bundesdeutsche machts nur noch unbeliebter!

    *Tipp: Deutsche machen sich in der Schweiz besonders unbeliebt, wenn sie das Schwiizerdütsch versuchen nach zu ahmen und es gar nicht können. Es heisst nämlich nicht SchwEIzerdüütsch sondern Schwiizerdüütsch:)))

  6. @InitiativGruppe , die deutschen sind arrogante besserwiesser, und viele von euch kümmert es einen dreck was wir schweizer denken. Euch kümmert nur das höhere einkommen das ihr hier verdient!
    Aber das reicht ja nicht, ihr wollt hier auch noch das sagen haben und eure globaldenkweise anderen aufzwängen! Ihr merkt nicht mal das globalisierung die welt kaputt macht und nicht die hinterwäldler wie wir schweizer von euch kriegstreibern aus deutschland genannt werden!
    Wenns dir hier nicht gefaällt verpiss dich, aber echt!
    Und hey ich bin in keiner Svp und auch sonst in keinem politikverein! Ich gehöre zu den leuten die selber denken und dazu keinen partei brauchen!!
    Und ja ich arbeite mit deutschen zusammen! Nicht alle deutsche sind gleich, es gibt auch bei euch einige super Leute die sich wunderbar anpassen.

  7. Traurig, aber das ist auch die Realtiät zur Zeit in der Schweiz. Nach der Minarettinitiatve fühlt man sich noch eher legitimiert seine Meinung, die früher nicht salonfähig war, lauthals kund zu tun. Es tut mir wirklich weh, dass es so viele erbitterte Menschen gibt auf dieser Welt.

    Solche Kommentare sind in vielen schweizer Foren und Websites anzutreffen und beinhalten alle die gleichen Elemente:

    1) Man flucht über die Ausländer/Muslime (ist ja nun legitim, denn ein grosser Teil der Schweizerbevölkerugn denkt auch so!)

    2)Man weist darauf hin, dass man sich sehr wohl besusst ist, dass nicht alle so sind (denn man ist ja ein differenzierter besonders intelligenter Denker, der nicht alles pauschalisiert )

    3) Man distanziert sich von der SVP (denn man möchte ja nicht pauschal in die rechte Ecke verbannt werden)

    4) Man verlangt von den ANDEREN sich anzpassen oder das Land zu verlassen (Nach dem Motto; niemand zwingt dich im Lande zu bleiben)

    Schade, dass die Meisten gar nicht wissen, dass 25% der Arbeitnehmer in der Schweiz AUSLÄNDER sind und wir auf diese Ausländer ANGEWIESEN sind.

    Bis jetzt war es auch immer ok, die Türken und die Italiener und die Spanier haben sich zwar auch nie richtig „angepasst“, aber das war kein Problem. Denn die durften in den Fabriken, auf dem Bau, als Putzpersonal arbeiten. Das war uns Schweizern noch so recht, wer will die Strassen kehren wenn es doch ein Portugiese machen kann?

    So, nun kommen die Deutschen. Oftmals besser ausgebildet und sprachgewandt. Da fühlt man sich natürlich bedroht und merkt sogar die eigenen Schwächen. Na dann sollen sie sich mindestens nicht bemerkbar machen, sich ANPASSEN (also einfach so sein wie wir Schweizer, denn so was wie Multukulturalität kennen wir nicht, möchten wir in unserem Land auch nicht haben!)

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