Israelischer Organdiebstahl

Vor nicht allzu langer Zeit gab es diplomatische Verstimmungen zwischen Israel und Schweden, weil in einer schwedischen Zeitung ein Artikel erschienen war, in dem zu lesen war, dass aus Leichen von Palästinensern ohne Zustimmung der Familien Organe entnommen worden waren. Israel war empört.

Viele Wohlmeinende hielten das für ein Gerücht. Heute jedoch gibt es eine brandneue Meldung:

Report: Israel admits to harvesting organs

December 21, 2009

JERUSALEM (JTA) — Israel admitted to harvesting organs from dead bodies in the 1990s.

The admission came after the release of a 2000 interview with Dr. Yehuda Hiss, who was the head of Israel’s L. Greenberg Forensic Institute in Abu Kabir, The Associated Press reported.

Hiss told an American academic in the interview, parts of which were broadcast on Israel’s Channel 2 over the weekend, that the institute used corneas from bodies, including Israeli soldiers, Palestinians and foreign workers. Channel 2’s report said that corneas, heart valves, skin and bones were used from the corpses without families‘ permission. 

The scholar released the interview following a report in a Swedish newspaper that Israel was harvesting the organs of Palestinians killed by Israeli soldiers, an accusation that Israeli officials have denied, AP reported.

The Israel Defense Forces confirmed to Channel 2 that the organs were used, but stressed that the practice stopped a decade ago.

Ich habe absichtlich die gesamte Meldung kopiert und eine Quelle genommen, bei der man mir nicht unterstellen kann, es sei Feindpropaganda.

Ob allerdings die Behauptung stimmt, dass so etwas seit zehn Jahren nicht mehr vorkomme, muss ich nicht unbedingt glauben.

Aber hinzu kommt, dass das ganze dadurch, dass es auch israelische Tote betroffen hat, noch eine ganz andere Dimension bekommt. Für die palästinensischen Familien war es übelst, quasi ausgeweidete Leichen zurück zu bekommen. Für die jüdischen Familien, wo man aus religiösen Gründen größten Wert darauf legt, einen Toten mit jeder Faser seiner Körpers zu begraben, muss es ungleich schlimmer sein, nun zu hören, dass die eigenen Leute jüdische Prinzipien derart mit Füßen getreten haben.

Mir ist übel.

Eine Antwort

  1. Hier ist eine schöne Debatte zwischen einem israelischen Doktor und Donald Bostrom, dem Autoren des Aftenbladet Artikels. Im Zuge des wiederaufgetauchten Hiss Interviews wirkt die israelische Propaganda surreal.

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