Auch in Österreich – nichts wirklich Freundliches

In Österreich haben FPÖ und BZÖ schon seit längerem Wahrergebnisse, von denen andere rechte Parteien in Europa meist nur träumen. Nicht von ungefähr, auch bei Umfragen zu Themen wie Zuwanderung oder kulturelle Vielfalt zeigt sich, dass eine große Zahl von Österreichern davon nicht viel hält – vor allem dann nicht, wenn man das auch noch SIEHT!

Irene Brickner fasst das in einem Artikel ihres interessanten blogs im Standard-online so zusammen:

Zuwanderung? Bitte sehr, wenn es denn sein muss – vor allem, wenn es uns wirtschaftlich etwas bringt. Aber wenn schon, dann so, dass man es nicht merkt: So könnte man diese Meinungsmischgulanz zusammenfassen. Laut GfK-Chef Rudolf Bretschneider hat sie in Österreich Tradition, wobei jedoch seit Mitte der 1990er-Jahre die „kulturelle Offenheit“ massiv abgenommen habe: 1994 meinten 68 Prozent, dass „Ausländer ihren Lebensstil ein bisschen besser an jenen der Inländer anpassen“ sollten, 2008 war diese Mehrheit noch weiter angeschwollen, auf 80 Prozent.

Und in Österreich ist man auch im Alltag oft gar nicht zimperlich mit den Worten – die nun langsam, zuerst im Fremden- und Asylrecht, immer mehr in die Tat umgesetzt werden. Gesetzesentwürfe der FPÖ/BZÖ zu einschlägigen Themen dürften nicht lange auf sich warten lassen. Moscheebau ist gerade in Kärnten, ja ohnehin schon fast am Ende.

Ich fand nur einen Punkt in Frau Brickners Text, der mich etwas enttäuscht: auch sie sieht Islam immer noch hauptsächlich im Zusammenhang mit Ausländern – daher deklariert sie all dies als Zunahme von Ausländerfeindlichkeit. Dass dies auch die nicht ganz unerhebliche Zahl von Muslimen trifft, die eben keine Ausländer – mehr  – sind, und es sich ganz schlicht um Islamophobie handelt, ist bei ihr noch nicht angekommen, wie es scheint.

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