Die Herzen der Bevölkerung gewinnen….

Oder wie war das noch? Offensichtlich wissen die Amerikaner genau, wie sie das machen müssen:

Eine lange Liste von Vorfällen wird immer wieder vorgebracht. Wie dreimal in einer Woche Kommandos das Haus des Parlamentsabgeordneten Hanif Shah durchsuchten und ihn demütigend in Handschellen abführten. Wie in Koranschulen Hunde eingesetzt würden – für Afghanen eine Entweihung. Wie US-Kampfhubschrauber 14 Wächter einer im US-Auftrag tätigen Baufirma niedermachten. Sie sollen laut US-Truppen zuerst das Feuer eröffnet haben, als ihr Wagen von einem Posten gestoppt wurde. Dass im US-Stützpunkt Bagram seit Monaten zwei über 80-jährige Stammesälteste aus der Gegend festgehalten werden.

Besonders erbost hat die Khoster der Fall Doktor Bilals. Das Haus des Arztes wurde im Dezember mitten in der Nacht durchsucht. Mehrere Familienangehörige kamen ums Leben. Vor der Bevölkerung und in Anwesenheit Präsident Hamid Karsais, der persönlich kondolierte, schilderte Bilal den Hergang: „Die Amerikaner kamen ohne Warnung herein. Zuerst töteten sie einen meiner Neffen, der neben einem Gewehr schlief. Er war 14 Jahre alt. Einer meiner Brüder kam mit einer Waffe dazu. Sie schossen ihn nieder, dann auch seine Frau, die ihm gefolgt war. Dann ließen sie ihre Hunde los.“

Wenn so „Befreiung“, „Hilfe“, „Einführung von Demokratie“ aussieht – was ist dann eine Besatzungsmacht?

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