Oh weh!

Normalerweise mag ich PI-news absolut nicht. Ich würde sagen: da schreiben vorzugsweise Menschen, die das, was ich bin, hassen und die ich nur als meine Feinde ansehen kann.

Heute musste ich allerdings dort einen Artikel entdecken, den ich nicht ablehnen kann. Es handelt sich um den lyrischen Erguss einer Frau zur Linde auf der Titelseite des Flensburger Tageblatts:

Was die gute Frau sich dabei gedacht haben mag, weiß ich nicht.

Aber gleich die erste „Strophe“ ließ mich ob des Unverstandes fassungslos:

Für die Burka in Kundus
Bedeutet es
Vielleicht keinen Anschlag auf ihr Haus.
“Stille Nacht.”

Hält die Dame „Burka“ für einen Vornamen? Oder kann sie die Frauen nicht als Menschen sehen?

Ebenso hier:

Für Harlemer strongly pigmented
Bedeutet es
Vielleicht kein Crack zur Betäubung der Wut.
“Welt ging verloren.”

Wenn sie nicht weiß, wie man Schwarze richtig bezeichnet, sollte sie es lassen. Das hier ist eher aus dem Wörterbuch des Unmenschen.

Aber vielleicht sehe ich das ja nur falsch. So als Alien.

5 Antworten

  1. Alien Gratulation zu deinem Blog.

    Schönes Design und der Inhalt stimmt auch.

    Liebe Grüße Fareus

    http://fareus.wordpress.de/

  2. Freut mich, dass du hergefunden hast.

  3. Salam und Gratulation zum neuen Blog. Ich glaube zu wissen, was sich Doris zur Linden im FT gedacht hat. Man mag über ihre dichterischen Fähigkeiten uneins sein, aber es dreht sich um einzelne Zeilen aus „Stille Nacht“, und was ihr dazu einfällt. Sie macht einen Streifzug durch das Elend der Welt um dann in der heimischen Reihenhaussiedlung in Flensburg anzukommen. Über ihre ungeschickte Wortwahl sollte man hinweg sehen, es ist gut gemeint. Wirklich.

    Was aber gar nicht geht, ist die gute Frau zur Linden mit Foto und Mailadresse des SHZ dem Nazi-Publikum zum Abschuss freizugeben.

  4. Wa salam,
    ok, man sollte sich eher fragen, was sich die Zeitung dabei gedacht hat, diesen Schwachfug zu veröffentlichen.
    Und gut gemeint … ich denke, du kennst den Spruch.

    Leid kann sie einem allerdings tun, ich hoffe, ihre email hat einen guten Spam-Filter.

  5. Ich werde mal schauen, ob es die nächsten Tage Leserbriefe dort gibt. Man muss auch ein bisschen die Kirche im Dorf lassen. Das Gedicht stand zwar auf der Titelseite des Flensburger Tageblatts, aber nur in der Printausgabe. Es ist eine eher konservative Provinzzeitung, wo halt eine lokale Dichterin ihre Verse unterbringt, die in diesem Ambiente durchaus provokant und gesellschaftskritisch sind. Ich sehe es im biederen Kontext der Zeitung.

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