Die Kirchen und die Wirtschaftskrise

Nun, pünktlich zu Weihnachten, äußern sich auch die Kirchenoberen zur Finanzkrise. Sowohl Bischof Huber als auch Kardinal Meißner finden da schöne mahnende Worte, ebenso eine Reihe anderer, alles vom SPIEGEL-online wohl dokumentiert.

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,598321,00.html

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,598330,00.html

Daran ist nichts auszusetzen, obwohl ich mich frage, warum solche Worte erst in Zeiten der Krise gefunden werden. Solange das System von Luftverkäufen und Schneebällen hohe Gewinne abwarf, fehlten mir solch deutliche Hinweise. Oder gab es sie und die Presse fand sie nicht berichtenswert? Das will ich nicht ausschließen.

Eines jedoch habe ich nicht gefunden: einen Hinweis darauf, dass auch nur teilweise Berücksichtigung islamischer Grundsätze die schlimmsten Auswüchse verhindert hätte. Von einem ZInsverbot ganz zu schweigen wird nämlich im Islam auch der Verkauf von Futures und Spekulationen auf zukünftige Preisentwicklungen als unrecht angesehen – also genau die Dinge, die die Finanzmärkte so unberechenbar machten und jetzt in den Abgrund reißen.

Die Verbraucher haben es teilweise trotzdem mitgekriegt – die Islamic Bank of Britain meldet gute Geschäfte im Privatkundenbereich. Leider gibt es diese Art von Bank auf dem Kontinent noch nicht. Ich hätte dort bestimmt ein Konto.

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